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Wirtschaftsprognose für die EU und für Deutschland

Deutschland auf Abstiegsplatz

Die Europäische Kommission rechnet für die EU mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent für 2002 und 2,0 Prozent für 2003, für Deutschland mit 0,4 Prozent für das Jahr 2002 und 1,4 Prozent für das Jahr 2003. Damit liegt die Zuwachsrate der deutschen Wirtschaftsleistung sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr weiter unter dem EU-Durchschnitt.

In diesem Jahr werden nach Ansicht der Kommission lediglich Luxemburg (+0,1 Prozent) und die Niederlande (+0,1 Prozent), im nächsten Jahr ebenfalls die Niederlande (+0,9 Prozent) sowie Portugal (+1,2 Prozent) einen geringeren Anstieg des Bruttoinlandsproduktes als Deutschland zu verzeichnen haben.

Prognose 2003 der EU für Deutschland: Zunahme Wirtschaftsleistung erst im 2. Halbjahr 2003

Für Deutschland rechnet die Kommission erst ab der zweiten Hälfte 2003 mit einer deutlichen Zunahme der Wirtschaftsleistung. Der leichte Anstieg des Bruttoinlandsproduktes wird dabei weniger in einem Anstieg des Außenbeitrages als vielmehr in einem Anstieg der heimischen Nachfrage gründen. Die Europäische Kommission prognostiziert einen Anstieg der privaten Konsumausgaben bei gleichzeitiger Abnahme des Sparvolumens. Die hohe Arbeitslosigkeit und die durch den Kursverfall an den internationalen Aktienmärkten entstandenen Vermögensverluste werden den Anstieg der Konsumausgaben abschwächen. Weiterhin prognostiziert die EU-Kommission eine weitere Verringerung der Bauinvestitionen im nächsten Jahr, die aber durch eine Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen teilweise kompensiert werden wird. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit wird sich nach Ansicht der Kommission nicht verschlechtern, da die Lohnstückkosten durch einen moderaten Anstieg der Effektivlöhne bei gleichzeitigem moderaten Anstieg der Arbeitsproduktivität nahezu konstant bleiben werden.

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