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Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2011 

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat seine alljährliche Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen zu Jahresbeginn 2012 vorgelegt. Einbezogen werden 185 Ausbildungsberufe, in denen 89% der Lehrlinge ausgebildet werden. 

Deutlicher Anstieg der Lehrlingsvergütungen 

Im Jahr 2011 sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland deutlich angestiegen. Mit insgesamt +2,9% im Westen und +4,9% im Osten wurden ca. doppelt so hohe Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet (2010: +1,3 % West, +2,9% Ost). Durchschnittlich über alle Branchen und Lehrjahre betrug die Tarifvergütung 708 € brutto monatlich in Westdeutschland sowie 642 € in Ostdeutschland. 

Unterschiede zwischen den Branchen 

Nach wie vor bestehen z.T. deutliche Unterschieden zwischen den Branchen und Berufen. Industrie, Handel und öffentlicher Dienst vergüten überdurchschnittlich, während Handwerk, Freie Berufe und Landwirtschaft in der Regel unter dem Schnitt liegen. Besonders hohe Vergütungen werden gezahlt im Bauhauptgewerbe (z. B. Maurer), bei Mechatronikern, Industriemechanikern, in der Medizintechnologie und bei Kaufleuten für Versicherungen und Finanzen. 

Ranking der Berufe: Maler und Lackierer jetzt auf Platz 17 

In dem vom BIBB veröffentlichen und oft in den Medien verwandten grafischen „Ranking“ 20 ausgewählter Berufe hat das Maler- und Lackiererhandwerk aufgrund der neuen tariflichen Vergütungen seit August 2011 die „rote Laterne“ abgegeben. Unser Handwerk rangiert nunmehr auf Platz 17. 

Verteilung der Vergütungshöhe 

In Ost wie West erhält die Mehrzahl der Auszubildenden eine Vergütung zwischen 500 und 799 €, im Westen 59 % und im Osten 51%. Eine Vergütung über 800 € sind im Westen für 38% der Lehrlinge zu verzeichnen, im Osten für 22 %. Unter 500 € Lehrlingsvergütung erhielten in Westdeutschland lediglich 3 % der Auszubildenden, in Ostdeutschland 27 %. 

   

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