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Die Ich-AG muss zur "Ohne mich AG" werden

Eine Einstellung der Fördermaßnahmen für Ich-AG`s und 1 Euro Jobs fordert der Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz.

Der Wirtschafts- und Unternehmensverband für das Maler- und Lackierer-handwerk hatte bereits mehrfach auf die Gefährdung von Arbeitsplätzen in der Branche durch subventionierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hingewiesen.

Hauptgeschäftsführer Werner Loch: "Ob in Berlin oder in anderen Städten und Gemeinden. Wir haben vielfach die Fälle aufgedeckt, wo insbesondere Kommunen 1 Euro Jobs zur Sanierung von öffentlichen Gebäuden, beispielsweise bei Schulen, eingesetzt haben. Die Aufträge stehen für das Maler- und Lackiererhandwerk nicht zur Verfügung, ein weiterer Arbeitsplatzabbau bei den Betrieben ist die Folge.

Im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit wurden im letzten Jahr rund 2 Milliarden Euro für 1 Euro-Jobs und ABM-Maßnahmen ausgegeben. Das sind fast 50 Prozent der insgesamt verausgabten Eingliederungsmittel im SGB II (4,5 Mrd. Euro). Wie auch das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) festgestellt hat, tragen diese Maßnahmen so gut wie nichts zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt bei. Fast jeder zweite befragte Arbeitgeber gestand anonym ein, dass er einen 1 Euro-Job als Krankheitsvertretung oder zum Überstundenabbau einsetzt. Damit zeigt sich, dass die 1 Euro-Jobs reguläre Arbeit verdrängen. Auch entstehen kaum Perspektiven für die Arbeitslosen. Es kann nicht sein, dass der Bund in Milliardenhöhe die Verdrängung regulärer Arbeit auch noch finanziert.

Hauptgeschäftsführer Werner Loch: " Die Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt muss attraktiv gemacht werden. Dies geschieht nur über eine Senkung der Lohnnebenkosten, die gerade im personalintensiven Malerhandwerk eine große Bedeutung haben. Die Verringerung der Sozialversicherungsbeiträge, z.B. bei der Arbeitslosenversicherung und die Schaffung stärkerer steuerlicher Anreize zur Vornahme von Malerarbeiten, setzen Impulse am Markt und können die leichte Erholung der wirtschaftlichen Situation festigen und dann neue Beschäftigungsperspektiven eröffnen.

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