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Ende der ungeliebten Ich - AG: Die letzten Fördermittel sind gezahlt
Im Jahr 2002 wurde die „Ich -AG” als neues arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zuge der „Hartz - Reformen” eingeführt. Bis Ende Juli 2009 sind die letzten Zuschüsse an Altfälle gezahlt worden, nun ist die Ich - AG ein Stück Arbeitsmarktgeschichte.
Von Beginn an war die Fördermaßnahme stark umstritten. Insbesondere das Maler-Lackiererhandwerk kritisierte immer wieder die mit öffentlichen Mitteln geförderte Konkurrenz.
Fast 400.000 Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus hat der Staat auf diesem Weg insgesamt gefördert, dafür mehr als 4 Milliarden Euro gezahlt. Im ersten Jahr erhielt ein Geförderter 600 Euro je Monat, im zweiten 360 Euro und im dritten noch 240 Euro. Vier Jahre nach der Gründung waren noch bis zu zwei Drittel der Geförderten selbständig. Von den knapp 50.000 Abbrechern wiederum wechselten 40 Prozent in ein Angestelltenverhältnis.
Nun ist endgültig Schluss. Die große Koalition hat schon zum 1. August 2006 die beiden Instrumente Ich - AG und Überbrückungsgeld zu einem einheitlichen Gründungszuschuss zusammengefasst. Die Union hätte die ungeliebte Subvention aus Kostengründen am liebsten ganz abgeschafft. Zunächst konnte nur der Zugang zur Förderung mit der Pflicht zur Vorlage eines obligatorischen Geschäftsplans für das neue Unternehmen erschwert werden. Die SPD setzte sich schließlich aber mit einem verbindlichen Rechtsanspruch auf eine Förderung durch, die sich im Gründungszuschuss wiederfindet.


