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Energiekonzept der Bundesregierung stellt Weichen für Gebäudesanierung
Das Energiekonzept der Bundesregierung stellt die großen Potentiale zur Energie- und CO2 Einsparung in den Focus der zukünftigen energiepolitischen Anstrengungen. Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40% des deutschen Energieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2 Emissionen. Bereits in den Szenarien als Grundlage für das Energiekonzept kommen die Sachverständigen zu dem Ergebnis, dass die Reduzierung des Raumwärmebedarfs maßgeblich nur durch energetische Sanierungen am Gebäudebestand erzielt werden kann.
Der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe) geht von einer weiter ansteigenden Marktentwicklung bei der Dämmung von Gebäuden aus. „Die angestrebte Verdopplung in der Sanierungsrate kann nur erreicht werden, wenn erheblich größere Investitionen zur energetischen Wärmedämmung von Fassaden ausgelöst werden”, so Verbandsgeschäftsführer Werner Loch. „Der dazu vorgelegte ehrgeizige Sanierungsfahrplan stellt die Weichen für die Gebäudesanierung in die richtige Richtung, wenngleich wir uns eine Konkretisierung der zukünftig zur Verfügung stehenden Anreize und Rahmenbedingungen zur Investitionsentscheidung für Hauseigentümer gewünscht hätten”, so Loch weiter.
Das Energiekonzept sieht vor, das bisher erfolgreiche Gebäudesanierungsprogramm fortzuführen. Nachdem zunächst die Mittel für den Haushalt 2011 auf ca. 450 Millionen € gekürzt wurden, werden diese nunmehr um weitere 500 Millionen € auf 950 Millionen € erhöht. Damit steht mehr als 1 Milliarde € weniger zur Verfügung als noch im Jahre 2009. Darüber hinaus soll ein kommunales Förderprogramm „Energetische Gebäudesanierung” bei der KfW Bank aufgelegt werden.
„Aus der täglichen Praxis in den Kundengesprächen wissen die Maler-Lackierbetriebe, dass die großen Potentiale in der energetischen Sanierung von Ein-Zweifamilienhäuser nicht angegangen werden, weil es an steuerlichen Anreizen fehlt. Für viele Eigentümer kommt eine Zinsförderung über die KfW - Bank nicht in Betracht, die Wiedereinführung von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten oder ein Steuerbonus auf die Arbeitsleistungen bei der Gebäudesanierung würde eine viel stärkere Investitionsbereitschaft auslösen”, ist sich Werner Loch vom BV Farbe sicher. Der BV Farbe wird sich für praxisnahe Regelungen zu steuerlichen Anreizen für die Sanierung des Gebäudebestandes einsetzen.
„Langfristige Investitionen setzen auch Vertrauen voraus. Daher darf es nicht zu Unsicherheiten in der Branche und bei Hauseigentümern zu den zukünftig geltenden technischen Standards kommen. Bereits mit den Änderungen der EnEV 2009 hat sich der Beratungsbedarf für die Betriebe erheblich erhöht, um Missverständnisse beim Kunden auszuräumen”, so Loch abschließend.
Das Maler-Lackiererhandwerk zählt 42.300 Betriebe. Der Marktanteil bei der Wärmedämmung von Fassaden liegt bei ca. 72%.


