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Wie beurteilen Sie die Geschäftslage Ihres Unternehmens?

Frühjahrskonjunkturumfrage 2008: Stimmungsbild mit geringen Eintrübungen

Vorjahreswerte werden nicht mehr erreicht

Zum Deutschen Maler- und Lackierertag in Saarbrücken legte der Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz die Ergebnisse seiner Frühjahrsumfrage zur Konjunkturentwicklung im Maler- und Lackiererhandwerk vor.

Die Stimmung unter den Betrieben ist weiterhin robust: Insgesamt bewerten nahezu 85 % der Befragten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Dies ist im Vergleich zum Frühjahr 2007 ein leichter Rückgang im Stimmungsbarometer.

Im Frühjahr 2007 beurteilten lediglich 12,3 Prozent der Befragten die Geschäftslage ihres Unternehmens als schlecht. Dieser Wert steigt aktuell auf 15,3 %. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Geschäftslageurteile im Vorjahr durch Auftragsüberhänge in Folge von Vorzieheffekten der Mehrwertsteuererhöhung begünstigt war.

Auch der Auftragsbestand weist gegenüber den Ergebnissen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes nahezu identische Werte auf. Erfreulicherweise leicht gestiegen ist der Wert für den Auftragsbestand über vier Monate hinaus von 4,6 % im Frühjahr 2007 auf nunmehr 5,5 %. Die Beibehaltung der übrigen Werte in den Auftragsbeständen, die über einen Monat hinausgehen, ist Ausdruck der gestiegenen Auftragsnachfrage im Wirtschaftsbau.

Die Renovierung im Gebäudebestand und die energiesparende Sanierung mittels Wärmedämmung bilden weiterhin den Schwerpunkt des Tätigkeitsfeldes von Malern und Lackierern. Das Berufsfeld entwickelt sich immer stärker zum Komplettdienstleister für alle Renovierungsarbeiten im Ausbau.

Private Auftraggeber sind mit 52 % weiterhin die stärkste Kundengruppe für die Betriebe, gefolgt von privaten Unternehmen (21,2 %) und der Wohnungs- und Gebäudewirtschaft (18,1 %). Investitionen von öffentlichen Auftraggebern haben nur geringe Umsatzwirkungen für das Gewerk (9,3 % vom Gesamtumsatz).

Die starke Abhängigkeit von der privaten Nachfrage zeigt sich beim derzeitigen Auftragsbestand der Betriebe. Nahezu 39 % des gesamten Auftragsbestandes sind lediglich für einen kurzen Zeitraum von bis zu vier Wochen gesichert. Aus diesen kurzen Vorlaufzeiten, 17,4 % des gesamten Auftragsbestandes ist lediglich für zwei Wochen gesichert, ergeben sich für die Betriebsführung zusätzliche Risiken. Das Maler-Lackiererhandwerk ist weiterhin auf eine Belebung des privaten Konsums angewiesen. Beispielsweise über weitere Steuerentlastungen, die den Menschen netto mehr Geld gibt oder die Erhöhung des Steuerbonus für Malerarbeiten, der die Kostenbelastung für arbeitsintensive haushaltsnahe Dienstleistungen entlastet.

Der Preisdruck am Markt ist weiterhin groß. Steigende Einkaufspreise sind nach der Umfrage mit dem Index von 88,0 % belegt. Demgegenüber berichten lediglich 17,2 % von steigenden Angebots-Verkaufspreisen, 22,4 % geben gefallene Verkaufspreise an.

Angesichts dieser Situation verwundert es nicht, wenn lediglich 15 % der Befragten davon ausgehen, dass die Anzahl der Beschäftigten im Betrieb steigen wird. Bei der Frühjahrsumfrage 2007 lag dieser Wert immerhin noch bei 22,3 %.

In einer Bewertung der Umfrageergebnisse zeigte sich Hauptgeschäftsführer Werner Loch davon überzeugt "dass der Motor der Wirtschaftsentwicklung im Maler- Lackiererhandwerk weiter laufen wird, mit einem zunehmenden Tempo oder einer höheren Geschwindigkeit zugunsten einer positiven Entwicklung aber nicht gerechnet werden kann."

Dies belegen auch die seitens des Verbandes ermittelten Daten zum Wirtschaftstrend für das Jahr 2007. Im Jahrestrend 2007 konnten die Vorjahreseffekte aufgrund der Konjunkturbelebung in 2006 nicht gehalten werden.

Während das Jahr 2006 noch mit einem Umsatzplus von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr abschloss, lag das Jahr 2007 im Umsatzwert bei 0,9 % über dem Jahreswert 2006.

Bei den Beschäftigtenzahlen hat sich eine Stabilisierung leicht fortgesetzt. Nach einer Steigerung im Jahr 2006 um 0,5 % bei den Beschäftigten, kam es im Jahr 2007 zu einem weiteren leichten Anstieg um 0,8 %. Insgesamt werden in der Branche ca. 198.500 Beschäftigte gezählt.

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