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Handwerkspolitik im Dialog

Zu einem ersten handwerkspolitischen Gespräch kam der neu gewählte Präsident des Hauptverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Karl August Siepelmeyer, mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Otto Kentzler und ZDH Generalsekretär Hans Eberhard Schleyer, zusammen. Teilnehmer waren zudem der Geschäftsführer des Unternehmerverbands Deutsches Handwerk, Holger Schwannecke, und Hauptgeschäftsführer Werner Loch vom Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz.

Senkung der Lohnnebenkosten zwingend

Übereinstimmend wurde festgestellt, dass weitere politische Anstrengungen zur Senkung der Lohnnebenkosten notwendig sind, damit eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung im Handwerk erfolgen kann. Präsident Otto Kentzler warnte vor weiterer subventionierter öffentlicher Beschäftigung, wie sie Bundesarbeitsminister Müntefering mit dem sogenannten "Kommunal-Kombi" plant. Negativen Folgen für die reguläre Beschäftigung im Malerhandwerk haben bereits die Einführung von 1 Euro Jobs und die Förderung von "Ich-AG`s, mit erheblichen Wettbewerbsverzerrungen. Präsident Karl August Siepelmeyer betonte die Notwendigkeit, den Wert von qualitativ anspruchsvollen Leistungen herauszustellen, um angesichts der hohen Belastung mit Lohnnebenkosten die notwendigen Marktpreise beim Kunden zu erzielen.

Intensiv diskutiert wurde die weitere Entwicklung des breiten Spektrums der Ausbauleistungen durch das Maler- Lackierhandwerks am Markt. Die sich hieraus ergebenen Anforderungen an die Ausbildung von jungen Menschen, in dem personalintensiven Handwerk, sollen bei der Beratung eines neuen Ausbildungskonzepts für das Handwerk einfließen.

Die Teilnehmer verabredeten weitere politische Initiativen, um bestehende Investitionsblockaden für Bauherren bei der Ausführung von Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, speziell bei der Wärmedämmung, zu beseitigen. Derzeit sind aufgrund der langen Abschreibungszeiträume Investitionen zur Verbesserung der Wärmedämmung für Erwerber von Häusern nicht attraktiv. Vielfach werden Aufträge nicht sofort erteilt, weil eine steuerlich günstigere Konstellation erst zu einem späteren Zeitraum, nach der Einhaltung von Wartezeiten, entsteht. Einigkeit bestand darin, dass diese Regelung Investitionen bremst und angesichts des steigenden Gebäudebestandes der zur Übertragung und zur Sanierung ansteht, eine Änderung erforderlich ist.

Die Erörterungen zur Unternehmenssteuerreform, die weitere Förderung der Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersvorsorge und die Beschlüsse zur Organisationsreform im Handwerk bildeten den Abschluss der handwerkspolitischen Themen, die für die Betriebe und die Branche aktuell auf der Agenda stehen.

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