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Lohnforderung der IG BAU - realitätsfern
„Als völlig an der Wirklichkeit vorbei” bezeichnet der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite des Hauptverbands Farbe, Gestaltung, Bautenschutz, Herr Paul Laukötter, die Forderung der IG BAU nach einer Lohnerhöhung von 7,2 %.
Die Höhe der Forderung für die Beschäftigten im Maler- Lackiererhandwerk lässt sich mit keinen Wirtschaftsdaten der Branche begründen, insbesondere nicht höhere Lohnforderungen als sie von der IG BAU im Bauhauptgewerbe erhoben werden. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise erleben die Betriebe im Malerhandwerk gerade einen erheblichen Auftragseinbruch, besonders bei Kunden aus der Industrie und der Privatwirtschaft. Das gestaltende Handwerk steht in besonderer Abhängigkeit zur Konsumlaune der Verbraucher.
„Völlig sachfremd ist es, wenn die IG BAU ihre Forderungen mit den Investitionsmitteln aus dem Konjunkturpaket begründet. Diese Steuergelder werden gerade eingesetzt, um Arbeitsplätze zu sichern, und nicht um sie mit überzogenen Lohnforderungen noch mehr zu gefährden” so Paul Laukötter.
Es wird eine harte und langwierige Tarifverhandlung angesichts dieser Forderungen erwartet.
Der für die Branche geltende Lohntarifvertrag hat eine Wirkung bis zum 30. Juni 2009.
Mit dem Festhalten an alten Ritualen überzogene Lohnforderungen zu stellen, erweist die Gewerkschaft der Branche einen schlechten Dienst. Die Betriebe werden weiter verunsichert. Bei den Beschäftigten werden nicht erfüllbare Erwartungen geweckt.


