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ZDH-Vollversammlung wählt Otto Kentzler zum neuen Handwerkspräsidenten
Das Handwerk ist zur Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit darauf angewiesen, dass die Kosten auf den Faktor Arbeit deutlich sinken, und dass die Betriebe durch Reformen am Arbeitsmarkt und weniger Bürokratie mehr Flexibilität erhalten. Die Betriebe müssen sich jedoch auch selbst für eine Stärkung ihrer Marktposition einsetzen - durch Qualifizierung, Fortbildung, mehr Kundennähe und verbesserte Kooperationsfähigkeit. Dies sagte in Berlin der neu gewählte Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler.
"Wir wissen, dass nicht alle Reformen auf einmal gestemmt werden können, erwarten jedoch möglichst schnell Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Handwerkswirtschaft", so Kentzler. Der neue ZDH-Präsident weiß jedoch auch, dass die Handwerksbetriebe nicht aufhören dürfen, Ansprüche an sich selbst zu stellen: "Handwerk steht für eine hohe Qualität der Ausbildung, ausgezeichnete Dienstleistungen und innovative Produkte. Diese Leistungen gilt es auszubauen und selbstbewußt zu vertreten. Dann können die Betriebe auf allen Märkten bestehen."
Otto Kentzler ist am Freitag von der Vollversammlung des ZDH zum Nachfolger von Dieter Philipp gewählt worden, der satzungsgemäß nach zweimaliger Wiederwahl ausscheidet. Auf Kentzler entfielen 105 von 108 Stimmen. Seine Amtszeit beginnt am 1. Januar. Der 63jährige führt in Dortmund einen Betrieb für Bedachung und Bau. Seit 1994 ist Kentzler Präsident der Handwerkskammer Dortmund.
Ehrenpräsident Heinz Werner Bonjean wurde zum ZDH-Vizepräsidenten gewählt.
Jürgen Hinz, Präsident des Hauptverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz: "Wir freuen uns, dass das Maler-Lackiererhandwerk über unseren Ehrenpräsidenten Heinz Werner Bonjean in der Führung des handwerklichen Spitzenverbandes an herausragender Stelle vertreten ist. Unsere Anliegen und Interessen können damit weiterhin wirksam eingebracht werden. Wir hoffen, dass nunmehr alle Voraussetzungen gegeben sind, damit der ZDH sich mit einer neu formierten Mannschaft und Struktur erfolgreich für die betrieblichen Belange des Handwerks einsetzen kann."


