Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder: Obermeister der Maler- und Lackierer Innung Frank Michel neuer Kreishandwerksmeister


Von:  LIV Hessen / A. Kühnl / Quelle: Wolfgang Scholz / 20.05.2019 / 14:33 / 95 Tag(e)


Der Treysaer Maler- und Lackierermeister Frank Michel ist neuer Kreishandwerksmeister im Schwalm-Eder-Kreis. Auf der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder wurde er einstimmig zum neuen Kreishandwerksmeister gewählt.


  • Maler- und Lackierermeister Frank Michel (2. V. l.) ist neuer Kreishandwerksmeister. Er ist Nachfolger von Frank Dittmar (rechts daneben) der als stellvertretender Kreishandwerksmeister weiterhin dem Vorstand angehört. Es gratulieren Handwerkskammerpräsident Heinrich Gringel und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder, Jürgen Altenhof.

Michel, der bereits seit 2016 stellvertretender Kreishandwerksmeister war, führt nun die Dachorganisation des örtlichen Handwerks mit 16 Handwerks-Innungen aus dem Schwalm-Eder-Kreis und 3 regionalen Innungen mit über 900 Innungsfachbetrieben. Mit 900 Lehrstellen und rund 14.000 Beschäftigten ist das Handwerk der größte gewerbliche Ausbilder und bedeutender Arbeitgeber im Kreis. Michel löst damit den Guxhagener Bauunternehmer Dipl. Ing. Frank Dittmar ab, der sich nach 13 Jahren als Kreishandwerksmeister und Spitzenrepräsentant des heimischen Handwerks zukünftig als stellvertretender Kreishandwerksmeister in die Vorstandsarbeit einbringt. Hintergrund für den Wechsel ist die Tatsache, dass Dittmar bereits Präsident des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V. in Frankfurt ist und dem Vorstand des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in Berlin sowie dem Vorstand der Handwerkskammer Kassel angehört. Bereits im April hatte Dittmar das Amt des Obermeisters der Bau-Innung Schwalm-Eder an den Gilserberger Bauunternehmer Dipl. Ing. Michael Daume übergeben. Nun folgte der zweite Schritt. „Ich weiß, dass ich das Amt des Kreishandwerksmeisters in gute Hände gebe“, sagte Dittmar der mit der Ehrennadel in Silber der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften Deutschlands ausgezeichnet wurde.

 

Handwerk: läuft!

Im Handwerk läuft es rund. Die Auftragslage ist auf hohem Niveau stabil. Von einem Wirtschaftswachstum im Handwerk von rund 2 Prozent sind andere Wirtschaftsbereiche in Deutschland weit entfernt. Zum Vergleich: Im ersten Quartal wurde in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent erreicht. Der Export schwächelt bedenklich und die Großwetterlage verdüstert sich immer mehr. Daher sehen die Handwerksbetriebe die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum mit Sorge. Der positive Handwerkstrend wird durch günstige Zinsen weiterhin unterstützt. Bei den Tarifabschlüssen wurden die Arbeitnehmer entsprechend stark beteiligt, was besonders mit Blick auf die Fachkräftesicherung ein gutes Signal sei. „Bei allen positiven Nachrichten gibt es immer regionale Unterschiede, auch in Nordhessen“, sagte Dittmar. Unabhängig von Region und Branche gibt es aber zwei Renditekiller für mittelständische Betriebe: zum einen die starke Kostensteigerung, besonders bei Material und Dienstleistungen, zum anderen die permanent steigenden Auflagen für die Kleinbetriebe, denen oft die Strukturen fehlen. „Auflagen, Auflagen, Auflagen. Die Politik in Brüssel und Berlin schüttet uns mit einer Vielzahl von Verordnungen und Gesetzen zu“, bringt es Frank Dittmar in seinem Bericht auf den Punkt. Beispielhaft nannte er die Datenschutzverordnung, die Gewerbeabfallverordnung, die Fahrpersonalordnung oder die Regelungen zur Arbeitszeiterfassung, zum Arbeitsschutz oder dem Mindestlohn. Das Handwerk kritisiert die Folgen aus den Gesetzen und den bürokratischen Aufwand sowie den zahlreichen Dokumentationspflichten, die damit verbunden sind.

 

Studienabbrecher

Die Kreishandwerkerschaft ist Ansprechpartner für Betriebe, die junge Leute oder Flüchtlinge ausbilden wollen. Gerade im Handwerk finden auch schwächere Schüler eine Chance. Gute Möglichkeiten bietet das Handwerk aber auch Studienabbrechern, die einen Neuanfang wagen wollen. Mit der Ausbildung, den Aufstiegsqualifizierungen und den fachlichen Spezialisierungen bieten viele Handwerksberufe eine attraktive Alternative. Auch mit dem Blick auf die Zukunftsperspektiven können viele Handwerksberufe punkten. „Handwerksarbeit ist oft sehr individuell und damit weniger digitalisierbar“, sagte Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder.

www.handwerk-schwalm-eder.de


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